Krankenversicherung
Die Krankenversicherung gehört in der Schweiz zu den obligatorischen Versicherungen. Zu der Grundversicherung, die man haben muss, kann man noch freiwillige Zusatzversicherungen abschliessen. Hier erfährst du alles Wissenswerte zum Thema.
Wer ist versichert?
In der Schweiz gibt es zwei Arten von Krankenversicherungen:
- Grundversicherung (KVG): Obligatorisch für alle, die in der Schweiz wohnen. Die Grundversicherung bezahlt Behandlungen und Medikamente bei Krankheit und Geburt. Die Leistungen der KVG sind bei allen Krankenkassen gleich.
- Zusatzversicherung (VVG): Freiwillig, bezahlt mehr als die Grundversicherung (z.B. Brillen, Alternativmedizin, Beiträge an Fitnessabos usw.), kann Menschen mit Krankheitsgeschichte aber ablehnen.
Wie funktioniert's?
- Du bezahlst monatlich eine Prämie an deine Krankenkasse - auch wenn du gesund bist!
- Wirst du ärztlich behandelt, zahlst du die Kosten in Höhe deiner Franchise ebenfalls selbst (zwischen 300 und 2'500 Fr)
- Wenn die Krankheitskosten deine Franchise überschritten haben, zahlst du noch einen Selbstbehalt von 10 Prozent bis 700 Fr. jährlich Die restlichen 90 Prozent bezahlt deine Krankenkasse.
Beispiel


Faustregel: je höher die Franchise, umso tiefer die Monatsprämie und umgekehrt!
Achtung: wer eine hohe Franchise wählt, spart bei guter Gesundheit zwar monatlich Prämien, muss aber im Krankheitsfall genug Geld haben, um die Franchise zu bezahlen!
Wechsel
Die Grundversicherung kann man jedes Jahr wechseln und muss sie bis zum 30. November kündigen (Zusatzversicherung bis zum 30. September).
Was ist bei Unfall?
Wenn du mehr als 8 Stunden pro Woche arbeitest, bist du durch deine Arbeitgeberin unfallversichert.
Wenn du nicht arbeitest, musst du dich zwingend bei deiner Krankenkasse gegen Unfälle versichern - das kostet nur ein paar Franken mehr im Monat.

